CVLINA - römisch kochen

Klima, Region und gesellschaftliche Strukturen sind maßgeblich für unser Nahrungsangebot verantwortlich. Die verfügbaren Nahrungsmittel haben einen direkten Einfluß auf unsere Entwicklung, Gesundheit und Lebensqualität. Das ist schon von Anbeginn der Menschheitsentwicklung so.
Vor Roms Expansion ernährte sich die Bevölkerung einfach und nahrhaft. Der Speiseplan bestand hauptsächlich aus Getreidebrei, Fladen, Eier, Quark, Honig, Erbsen, Rüben, Spinat, Zwiebeln, mehr oder weniger Schweine- und Hühnerfleisch. Die Römer bauten Nutzpflanzen und Kräuter in Hausgärten an.
Mit der römischen Expansionspolitik änderte sich die Situation grundlegend: mit jedem besetzten Gebiet bekamen die Römer Zugang zu den dort vorhandenen Nahrungsressourcen. Das hatte zur Folge, daß bei reichen und wohlhabenden Römern die einfache Küche durch eine gehobene verdrängt wurde. Alles wurde miteinander vermischt. Was von weit her kam, war begehrt und teuer. Essen wurde zum Statussymbol. In dieser Zeit wurde auch die erste Gewürzpflanze ausgerottet.
Fleisch wurde oft als Fleischteig verarbeitet. Durch den hohen Getreideanteil der Nahrung hatten die Menschen schlechte Zähne.
In den Wohnblöcken der einfachen und armen Bevölkerung wurde kaum gekocht. Die Menschen wurden, sozusagen über die Straße, von Garküchen aus versorgt.
Durch die Römer fanden neue Nahrungspflanzen den Weg nördlich über die Alpen, , z.B. für uns heute selbstverständlich, Birnen, Kirschen, Pfirsiche, Zwetschgen, Weintrauben und Petersilie. Beliebte und gehobene Nahrungsmittel wurden im ganzen Römischen Reich verhandelt.

Unsere Darstellung

Wir bereiten Speisen der gehobenen Küche nach Apicius und die der bäuerlichen und ärmeren Bevölkerung, auch mit Regionalbezug, zu. Wir haben eine Herdstelle nach Ausgrabungen von
Pompeji, Augusta Raurica und Canterbury rekonstruiert. Eine Schanktheke, wie sie von Garküchen verwendet wurde, ist in Planung.