Publius Ferrasius Avitus

Tesserarius

Wachstubenleiter und Dolichenus Kult

Dabei seit 2011

Im echten Leben:

Pädagogischer Leiter einer VNN Nachhilfeschule und geprüfter Nachhilfelehrer, Museumspädagogischer Mitarbeiter im Römermuseum Osterburken

Aufgaben und Interessen:

  • Römische Schrift
  • Die monarchische Repräsentation im Römischen Kaiserreich
  • Religio Romana
  • Römische Münzen als Zeitzeugen

Mein Leben am Limes:

  • Vermittlung Römischer Geschichte an Kinder-, und Jugendliche; Begeisterung für die Römische Vergangenheit: “Man trifft überall auf Spuren der Römer, man muss nur danach suchen und das ist das wirklich spannende daran”
  • Der Numerus ist ein Verein der mit viel Freude, Einsatz und Spaß dabei ist Römische Geschichte erlebbar und damit nachvollziehbar zu machen. Dabei darf auch gerne mal gelacht werden, denn auch Römer waren nicht immer die ersthaftesten Zeitgenossen und haben durchaus Spaß verstanden

Amicus optima vitae possessio

“Ein Freund ist der Beste Besitz des Lebens”

Publius Ferrasius Avitus wuchs in einer Zeit politischer Unruhen und des Umbruchs in Sabaria – einer bedeutenden Stadt an der Bernsteinstraße – in der südungarischen Provinz Pannonien auf.

In dieser Zeit konnten auch Bürger ärmerer Schichten bis zu den höchsten militärischen Positionen aufsteigen, die sonst nur dem Adel vorbehalten waren. So versuchte Avitus sein Glück und trat in die legio I Adiutrix ein, wo er es innerhalb kürzester Zeit bis zum Aquilifer brachte. Also oberster Finanzverwalter lernte er so manchen Kaiser persönlich kennen, was Avitus – der sich seiner Wurzeln immer bewusst war – mit großem Stolz erfüllte. Als Aquilifer hatte er es weiter gebracht als jemals ein Familienmitglied zuvor.

Obwohl sich Avitus in seiner Einheit sehr wohl fühlte, war es stets sein Wunsch gewesen einmal über Pannonien – seiner geliebten Heimat – hinauszukommen um auch andere Teile des Imperiums kennen zu lernen. Deshalb ersuchte er bei seinem vorgesetzten Centurio um Versetzung in die ferne Provinz Obergermanien, von der er schon viel gehört hatte.

Seinem Ersuchen wurde schließlich auch auf Grund seiner Verdienste um die legio I Adiutrix stattgegeben, und so befand er sich bald auf dem Weg zum Numerus Brittonum, wo neue Aufgaben auf ihn warteten.

So weit entfernt von seiner ungarischen Heimat war Avitus nichts wichtiger, als seine Familie und seinen Kaiser mit stolz zu erfüllen. Noch wusste er nicht, welche Aufgabe ihm der Präpositus des Numerus Brittonum zugedacht hatte, er wusste nur er würde seinen Weg gehen und freute sich auf diese noch unbekannte Aufgabe und auf seine neuen Freunde, die er im Numerus Brittonum fern der ungarischen Heimat bestimmt finden würde.

Historische Nachweise:

  1. Altar from Catellum Obernburg/Upper Germany of A.D. 191 (fig. 21):
    I(ovi) o(ptimo) m(aximo) Dolicheno, in honor(em) d(omus) di(vinae), P(ublius) Ferrasius, Cl(audia tribu), Avitus, Savaria, 7 (centurio) leg(ionis) VIII Aug(ustae) pi(ae) f(idelis) [c(onstantis) C(ommodianae) ] ex aquilifero leg(ionis) I Adiustricis, pro se et suis, v(otum) s(olvit) l(ibens) l(aetus) m(erito), Aproniano et Bradua co(n)s(ulibus) (Vgl. Speidel, Michael: The religion of Iuppiter Dolichenus in the Roman army, Band 63).
  2. Der Weihestein des P. Ferrasius Avitus gilt als Nachweis des Iuppiter Dolichenus Kultes in Obergermanien und belegt auf welche Weise kultische Traditionen und regionale Bräuche auch in entlegenere Teile des Imperiums gelangen konnten, in welchen dieser Kult bis dahin nicht praktiziert wurde (als Nachweis für die Verlagerung des Dolichenus Kultes nur bedingt einlösbar, siehe Literaturnachweis).
  3. Literaturnachweis / Fußnote
    This altar has been cited as proof for the spread of the cult, especially from Pannonia to other areas of the empire, a hypothesis that lacks credibility as long as there are not more such cases on record “. Zitiert nach Speidel, Michael: The religion of Iuppiter Dolichenus in the Roman army, Band 63
  4. Anmerkung des Autors dieses Profils
    Ich habe die historische Persönlichkeit des Publius Ferrasius Avitus zur Grundlage meiner NBL-Darstellung gemacht und möchte darauf hinweißen, dass der Lebenslauf soweit als möglich historisch korrekt ist. Publius Ferrasius Avitus war jedoch zu keinem Zeitpunkt Tessararius des Numerus Brittonum, da er im 2. und nicht im 3. Jahrhundert gelebt hat und solch eine Funktion niemals ausgeübt hat. Für weitere Informationen zum historischen Avitus empfehle ich die Sonderausstellung des Römermuseums Osterburken in Zusammenarbeit mit dem Savaria-Museum in Szombathely (Ungarn) “Im Auftrag des Adlers – Publius Ferrasius Avitus” die am 24. März 2012 im Römermuseum Osterburken, Zweigmuseum des Archäologischen Landesmuseums, eröffnet wird.

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