Marcus Octavius Severus

Centurio im Rang eines Praepositus

Praepositus

Dabei seit 2005

Im echten Leben:

abgeschlossenes Studium der katholischen Theologie und klassische Philologie auf Lehramt (Tübingen), Studienrat und Limes-Cicerone , Abteilungsleiter der Gruppe

Aufgaben und Interessen:

  • Militärwesen und Religion der römischen Antike
  • Die Bedeutung der antiken Glaubenswelt für unsere heutige Zeit

Darstellungsbereich PROBATIO

Mein Leben am Limes:

  • Freude an der Vermittlung der römischen Antike
  • Im Numerus bietet sich für mich eine Schnittstelle von Hobby und weiteren Berufsweg
  • Schließlich hieß der originale Chef auch Marcus (mit römischen c)

Tu ne cede malis, sed audaciter contra ito

“Weiche nicht vor dem Übel zurück, sondern geh ihm Tapfer entgegen”

Schon Marcus´s Vater diente als Optio in der römischen Armee und bewährte sich bei der VIII. Legion in den Markomannenkriegen des Jahres 166-175, wobei er sogar den Sprung in den Rang eines Centurios schaffte. Kurz vor seinem Tod gelang es ihm, indem er einen Präfekten das Leben rettete, seinen Sohn eine Offiziersstelle und damit den gesellschaftlichen Aufstieg zu sichern.

Bevor Marcus zu den Brittonen kam, leitete er für kurze Zeit er eine Zenturie in Argentorate. In dieser Zeit kommandierte er eine Vexillation, die er in den Feldzug des Septimius Severus gegen die nördlichen Stämme Britanniens führte. Nach erfolgreichem Abschluß der Kampagne bekam er sogar ein eigenes Kommando in Aussicht gestellt.

Dabei handelte es sich um ein sehr sonderbares Kommando: Als Praepositus, was indirekt auch eine Beförderung war, sollte er eine Numeri Einheit am Rande des Imperiums, des Limes, kommandieren. Nicht genug, dass er fern der gewohnten Zivilisation in den Legionsstädten untergebracht war, sollte er auch diese Hilfssoldaten kommandieren, der im römischen Heer, vor allem bei den Legionären, sich keiner sonderlichen Beliebtheit erfreute.

So kam er – in gespannter Erwartung seines ersten Kommandos – als einziger wirklicher „Römer“ mit römischen Bürgerrecht – zu den Brittonen. Doch so wild und barbarisch, wie es Gerüchte besagten, waren diese tatsächlich nicht. Manch einer war sogar schon hier vor Ort, in der Zweiten Generation, großgewachsen und fühlte sich selbst als Römer.

Schnell fand Marcus gefallen das Kommando über die Brittonen zu führen und die vorderste Stellung Roms zu verteidigen – groß war die Verantwortung, denn es war auch zugleich die erste und letzte Linie zwischen Rom und den Barbaren. Doch auf seine Soldaten und seinen Stab kann er sich immer verlassen.

Doch seine Ambitionen sind mit dem Posten am Rande des Imperiums noch längst nicht gestillt….

Bilder:

Historische Nachweise:

Der Weihestein des Marcus Octavius Severus

Iovi Optimo Maximo et PRO SALUTe DOMINORum IMPeratorum Marcus OCTAVIVS SEVERUS Centurio LEGionis VIII AUGustae PRAEPOSITus BRITtonum ET EXPLoratorum

Dieser wurde von einem abgestellten Legionscenturio in seinem neuen Rang als Praepositus für Juppiter gestiftet. Er war damit der militärische Befehlshaber der Brittonen und der zusätzlich hier stationierten Kundschaftereinheit (Exploratores). Dieser Stein, auf den wir unsere Darstellung stützen, kann bloß über die Widmung einigermaßen datiert werden (Inkludierung der Kaisersöhne in die Widmung). Dann käme entweder eine Frühdatierung in die Zeit von Marc Aurel und Lucius Verus (162-168 n.Chr.) in Frage oder eine – wahrscheinlichere – Spätdatierung in die Severerdynastie (ca. 211 n.Chr.)

Anlagen:

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